

Sicher investieren – auch in turbulenten Märkten
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Veröffentlichung: 07.09.2025
Aktualisiert am: 15.03.2026
Die meisten Privatanleger bauen ihr Depot aus Aktien und ETFs auf. Das ist grundsätzlich sinnvoll, denn langfristig haben Aktien die höchsten Renditechancen. Trotzdem übersehen viele Anleger einen Baustein, der ein Portfolio stabiler und robuster machen kann: Rohstoffe.
Rohstoffe werden oft nur mit Inflation oder Krisen in Verbindung gebracht. Gold gilt als klassischer „sicherer Hafen“, während Ölpreise häufig in den Nachrichten auftauchen. Doch ihre Rolle im Portfolio geht deutlich weiter.
Rohstoffe können ein Depot nicht nur gegen Inflation absichern, sondern auch die Diversifikation verbessern. Sie reagieren häufig anders auf wirtschaftliche Entwicklungen als Aktien oder Anleihen. Dadurch können sie helfen, Schwankungen im Gesamtportfolio zu reduzieren.
Viele Anleger fragen sich deshalb, welche Rolle Rohstoffe im Portfolio spielen können und ob sie mehr sind als nur ein Schutz gegen Inflation.
Gerade in Phasen geopolitischer Unsicherheit, struktureller Veränderungen in der Energieversorgung oder großer Infrastrukturprogramme rücken Rohstoffe wieder stärker in den Fokus vieler Anleger.
In diesem Artikel schauen wir uns an,
welche Rolle Rohstoffe im Portfolio spielen können
welche Rohstoffgruppen für Anleger besonders relevant sind
und wie du als Privatanleger einfach in Rohstoffe investieren kannst.
Rohstoffe können ein Portfolio sinnvoll ergänzen, weil sie sich häufig anders entwickeln als Aktien oder Anleihen. Dadurch verbessern sie die Diversifikation und können in bestimmten Marktphasen stabilisierend wirken. Viele langfristige Anlagestrategien arbeiten deshalb mit einer moderaten Rohstoffquote von etwa 5 bis 15 % des Gesamtdepots.
In vielen langfristigen Anlagestrategien bilden Aktien den Kern des Portfolios. ETFs sorgen für breite Diversifikation über verschiedene Regionen und Branchen.
Rohstoffe übernehmen dagegen eine andere Funktion. Sie dienen weniger als Haupttreiber der Rendite, sondern eher als Stabilisator im Portfolio. Durch ihre eigene Marktlogik können sie helfen, Risiken breiter zu streuen und ein Depot robuster gegenüber wirtschaftlichen Veränderungen zu machen.
Der wichtigste Vorteil von Rohstoffen liegt in ihrer anderen Marktlogik. Während Aktienkurse stark von Unternehmensgewinnen, Zinspolitik oder Wirtschaftswachstum beeinflusst werden, entstehen Rohstoffpreise vor allem durch Angebot und Nachfrage in der Realwirtschaft.
Rohstoffe entwickeln sich häufig anders als klassische Anlageklassen. In manchen Marktphasen steigen Rohstoffpreise, während Aktien schwächeln. In anderen Zeiten profitieren Rohstoffe von globalem Wachstum, während Anleihen unter steigenden Zinsen leiden.
Diese unterschiedliche Dynamik kann helfen, ein Portfolio breiter aufzustellen.
Eine kleine Rohstoffquote kann daher dazu beitragen,
Abhängigkeiten von einzelnen Märkten zu reduzieren
Kursschwankungen im Portfolio abzufedern
und das Risiko besser zu verteilen.
Wie groß eine solche Beimischung sein sollte, hängt stark von der individuellen Strategie ab. In einem separaten Artikel gehe ich darauf ausführlicher ein:
👉 Wie viel Rohstoffe wirklich ins Depot gehören
Ein weiterer Grund, warum Rohstoffe häufig als Beimischung genutzt werden, ist ihr Sachwertcharakter. Anders als Geld oder Anleihen besitzen Rohstoffe einen realen Nutzen in der Wirtschaft.
Metalle werden in der Industrie gebraucht, Energie treibt Produktion und Transport an, Agrarrohstoffe sichern die Lebensmittelversorgung.
Wenn die Kaufkraft von Währungen sinkt, können Sachwerte oft stabiler bleiben. Deshalb werden Rohstoffe – insbesondere Gold – häufig als Absicherung gegen Inflation betrachtet.
Aktienmärkte reagieren stark auf Zinspolitik, Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinne. Rohstoffe dagegen hängen stärker von Faktoren wie
globaler Nachfrage
geopolitischen Entwicklungen
Produktionskapazitäten
und natürlichen Ressourcen
ab.
Diese andere Dynamik macht Rohstoffe für Anleger interessant, die ihr Portfolio breiter aufstellen möchten.
Nicht jeder Rohstoff eignet sich gleichermaßen für langfristige Anleger. Einige Märkte sind sehr spekulativ, während andere eine stabilere Rolle im Portfolio spielen können.
Gold gilt seit Jahrhunderten als Wertaufbewahrungsmittel. Zentralbanken halten große Goldreserven und viele Anleger nutzen das Edelmetall als Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheit.
Silber hat zusätzlich eine industrielle Bedeutung, etwa in der Elektronik oder Solarindustrie. Dadurch schwankt sein Preis oft stärker als der von Gold.
Metalle wie Kupfer, Nickel oder Lithium spielen eine wichtige Rolle in der globalen Industrie.
Sie werden unter anderem benötigt für
Elektromobilität
erneuerbare Energien
Stromnetze
Infrastrukturprojekte.
Kupfer wird deshalb häufig als „Konjunkturmetall“ bezeichnet, weil seine Nachfrage stark mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängt.
Hinter diesen Entwicklungen stehen häufig langfristige Angebots- und Nachfragezyklen.
Mehr dazu findest du hier:
👉 Superzyklus Rohstoffe – Mythos oder echte Chance?
Öl und Gas gehören zu den wichtigsten Rohstoffen der Weltwirtschaft. Obwohl die Energiewende langfristig eine große Rolle spielt, bleiben fossile Energieträger in vielen Bereichen noch über Jahre hinweg relevant.
Ihre Preise reagieren jedoch stark auf geopolitische Entwicklungen und können deshalb sehr volatil sein.
Rohstoffe wie Weizen, Soja oder Kaffee hängen stark von Wetterbedingungen, Ernteerträgen und globalen Handelsstrukturen ab.
Für langfristige Anleger spielen sie meist nur eine kleinere Rolle, können aber die Diversifikation eines Rohstoffportfolios weiter erhöhen.
| Rohstoffgruppe | Rolle im Portfolio |
|---|---|
| Gold | Absicherung gegen Krisen und Unsicherheit |
| Industriemetalle | profitieren von Wachstum und Infrastruktur |
| Energie | stark zyklisch, reagiert auf geopolitische Entwicklungen |
| Agrarrohstoffe |
zusätzliche Diversifikation |
Ein besonders spannender Bereich innerhalb der Rohstoff- und Infrastrukturmärkte ist auch noch Wasser. Welche Investmentmöglichkeiten es dort gibt, erkläre ich im Artikel „In Wasser investieren: Aktien, ETFs oder Versorger?“.
Direkt in Rohstoffe zu investieren ist für Privatanleger meist nicht praktikabel. Niemand möchte Öl lagern oder Tonnen von Weizen kaufen.
Deshalb erfolgt der Zugang zu Rohstoffen in der Regel über börsengehandelte Produkte.
Die meisten Rohstoffanlagen laufen über sogenannte ETCs (Exchange Traded Commodities) oder spezialisierte ETFs.
Sie bilden entweder
einzelne Rohstoffe
oder ganze Rohstoffindizes
ab und lassen sich genauso einfach handeln wie Aktien oder ETFs.
Wenn du tiefer in die Unterschiede zwischen verschiedenen Anlageformen einsteigen möchtest, findest du hier eine ausführliche Erklärung:
👉 Rohstoff-ETF oder Rohstoffaktien – welche Strategie langfristig sinnvoller ist
Eine weitere Möglichkeit sind Aktien von Unternehmen, die Rohstoffe fördern oder verarbeiten, zum Beispiel:
Bergbauunternehmen
Energieproduzenten
Infrastrukturunternehmen.
Diese Aktien entwickeln sich jedoch nicht immer identisch zum Rohstoffpreis, weil zusätzlich Faktoren wie Unternehmensstrategie oder Kostenstruktur eine Rolle spielen.
Wie bei jeder Anlageklasse gibt es auch bei Rohstoffen einige typische Fehler.
Rohstoffe sind in der Regel eine Beimischung im Portfolio, kein Hauptbestandteil.
Viele langfristige Strategien arbeiten mit einer Rohstoffquote von etwa 5 bis 15 Prozent.
Rohstoffe können sich über lange Zeiträume seitwärts bewegen oder stark schwanken. Sie sind daher weniger ein klassischer Renditetreiber als vielmehr ein Stabilisator im Portfolio.
Hebelprodukte oder komplizierte Zertifikate sind für langfristige Anleger meist unnötig. Einfache und transparente Produkte sind in den meisten Fällen die bessere Wahl.
Rohstoffe können ein Portfolio sinnvoll ergänzen. Sie bieten eine andere Marktlogik als Aktien und Anleihen und können dadurch helfen, ein Depot breiter aufzustellen.
Ihre wichtigste Stärke liegt weniger in spektakulären Renditen als in ihrer Rolle als Diversifikationsbaustein. Eine moderate Rohstoffquote kann dazu beitragen, Risiken besser zu verteilen und ein Portfolio robuster gegenüber wirtschaftlichen Veränderungen zu machen.
Für viele Privatanleger reichen bereits ein oder zwei breit gestreute Rohstoffprodukte, um diesen Effekt zu erreichen.
Nein. Über börsengehandelte Produkte wie ETFs oder ETCs ist ein Einstieg bereits mit kleinen Beträgen möglich.
Rohstoffe gelten als Sachwerte und können in bestimmten Phasen von steigender Inflation profitieren. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.
Ja, wenn sie in moderatem Umfang und über einfache Produkte eingesetzt werden. Wichtig ist eine gute Diversifikation im Gesamtportfolio.
Hinweis: Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr
ÜBER DEN AUTOR

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Aktienblog.
Ich bin Lars – Brauer, Ingenieur und leidenschaftlicher Privatinvestor.
Vor sieben Jahren hat ein plötzlicher Herzstillstand mein Leben komplett verändert. In diesem Moment wurde mir klar, wie wichtig es ist, das eigene Leben bewusst in die Hand zu nehmen – auch finanziell.Aus dieser Erfahrung heraus begann ich, mich intensiv mit Geldanlage zu beschäftigen. Ich habe unzählige Bücher gelesen, Seminare besucht und eigene Strategien entwickelt, um mein Vermögen Schritt für Schritt aufzubauen – ruhig, strukturiert und langfristig.
Heute gebe ich dieses Wissen weiter. Verständlich, ehrlich und praxisnah.
Auf diesem Blog teile ich Analysen, Gedanken und Erfahrungen rund um Aktien, ETFs und langfristiges Investieren – für Menschen, die ihr Geld nicht dem Zufall überlassen wollen.Weil viele Leser mich gefragt haben, wie man all dieses Wissen sinnvoll zusammenführt, habe ich meine Herangehensweise schließlich in meinem Buch zusammengefasst:
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Denn finanzielle Bildung ist kein Luxus.
Sie ist der Schlüssel zu Freiheit, Sicherheit und einem entspannten Leben – ohne ständige Geldsorgen.Mein Motto:
„Jeder Tag ist ein Geschenk – nutze ihn.“
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Ich bin Lars – Ingenieur, Brauer und Privatinvestor mit Fokus auf ruhiges, langfristiges Investieren.
Auf diesem Blog teile ich verständliche Analysen zu Aktien & ETFs.
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